Erste Schweizer PKI-Zertifizierung an Swisscom Solutions

Swisscom Solutions wurde von KPMG als erster Schweizer Anbieter von qualifizierten digitalen Signaturen zertifiziert.

Damit verfügt auch die Schweiz - nach der Insolvenz und unsicheren Zukunft von Trustcenter - wieder über eine Quelle für vom ZertES-Gesetz vorgeschriebene Zertifikate.

SwissSign, ein Tochterunternehmen der Schweizerischen Post, will bald nachziehen.

(via Netzwoche)
PS Beim Tages-Anzeiger findet sich eine massentauglich aufbereitete Version dieser Meldung, die aber offensichtlich nicht von jemandem verfasst wurde, der sich in der Materie auskennt....


eProcurement im Wandel

Ein lesenswerter Artikel bei infoconomy wagt einen Blick in die eProcurement-Glaskugel - und erblickt folgendes:
  • E-Sourcing Tools müssen zukünftig nicht mehr nur die banale Reverse Auction im Griff haben, sondern wesentlich mehr Komplexität abdecken, zB bei den Preismodellen (Preisstrukturofferten statt Einzelpreise).
  • Die ERP-Anbieter werden sich die eProcurement-Funktionen zunehmend einverleiben, weil gerade konservative und risikoscheue KMU nicht x verschiedene Applikationen nutzen wollen.
  • Die Beschaffung von MRO-Material wird gleich ganz outgesourct. Beim direkten Material werden Kernkompetenz-Überlegungen dies verhindern.

Mit anderen Worten: es ist noch nicht gesagt, dass die Durststrecke für die klassischen eProcurement-Anbieter vorüber ist. Von der neuen Welle könnten auch noch ganz andere profitieren.

Neue Halbleiter-Technologie für billigere RFID-Chips

Belgische Forscher haben auf dem Weg Richtung druckbarer (und damit billiger) RFID-Tags ein wichtiges Türchen aufgestossen.

Eine Sandwich-Diode aus Aluminium, Gold und einer nur 160 nm dicken Zwischenschicht aus organischem Polymer (pentacene) funktioniert auch bei den RFID-typischen Frequenzen um 50 MHz noch als Gleichrichter und kann so die Stromversorgung der anderen Chip-Komponenten sicherstellen.

(via RFID News und IEEE)

cc-hubwoo: Über 1 Million eProcurement-Transaktionen im 2005

Dass eProcurement bei Grossunternehmen zunehmend zum state of the art gehört, zeigt folgende Meldung (via e-procure Newsletter) eindrücklich:

(...)
Auch auf der Einkaufsseite etabliert sich E-Commerce in zunehmendem Maße. Für die Beschaffung von technischen Gütern und Dienstleistungen nutzt die BASF den elektronischen Marktplatz cc-hubwoo, an dem das Unternehmen beteiligt ist. Mit mehr als 20 Millionen Artikeln, mehr als 8.000 Lieferanten und mehr als einer Million realisierten Transaktionen bisher im Jahr 2005 zählt cc-hubwoo zu den transaktionsstärksten Marktplätzen der Welt. Die BASF wickelt inzwischen mit mehr als 180 Lieferanten ihre Beschaffung über cc-hubwoo ab. Mittlerweile werden allein bei der BASF Aktiengesellschaft in Deutschland rund 50 % des Rohstoffeinkaufs elektronisch abgewickelt. Beim Einkauf technischer Güter und Dienstleistungen liegt der Anteil sogar bei über 50 % der Transaktionen.
(...)


Aus der eCommerce-Ecke tönt es bei BASF ähnlich erfreulich: in einzelnen Bereichen erreicht der Anteil elektronisch abgewickelter Geschäfte fast 75%. Im Konzerndurchschnitt sind es 26%, was einem Volumen von 6.8 Milliarden Euro entspricht.

Wie meistens bei solchen Erfolgsstories ist die eBusiness-Strategie ganz oben im Konzern verwurzelt: "every customer ist an e-customer" lautet das BASF-Credo.

64000 Deutsche leben von eBay

In Deutschland bestreiten mittlerweile über 64000 Personen einen Teil ihres Lebensunterhalts mit dem Verkauf von Produkten auf eBay.

Der Durchschnittsumsatz beträgt über EUR 12000. Drei Viertel der eBay-Profiverkäufer wohnen in eher ländlichen Gegenden.

(via heise)

Der "Long Tail" lässt grüssen - ein einziges Instrument revolutioniert den Marktzugang grundlegend!

BPO im Procurement auf dem Vormarsch

Das Konzept, die Beschaffung von indirekten Gütern gleich komplett outzusourcen, scheint an Boden zu gewinnen.

IBM wird dem Parfümhersteller Coty Inc. (u.a. Davidoff, Rimmel, David&Victoria Beckham) die nächsten fünf Jahre in einem breiten Produkte- und Dienstleistungsbereich (Reisen, Facility Management, Telekommunikation, Marketing, Logistik) sämtliche Arbeiten entlang der procure-to-pay-Kette abnehmen.

(via Outsource Reporter)

Der Markt für Procurement-BPO soll in den kommenden Jahren um mindestens 20% pro Jahr wachsen. Die Analysten sind sich aber weitgehend einig, dass der Ansatz weitgehend auf indirekte Güter beschränkt bleiben wird. Die Beschaffung von direkten Gütern wird in den meisten Unternehmen - und das durchaus zu Recht - als Kernkompetenz angesehen, die nicht für ein Outsourcing in Frage kommt.

Preisvergleichs-Websites legen zu

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen/NetRatings über das Online-Verhalten der Deutschen haben Preisvergleichs-Websites dieses Jahr massiv an Reichweite zugelegt.

Allerdings wird von dort aus nicht automatisch zu den gefundenen Shops weitergesurft. Die Suche kann auch auf Google oder eBay weitergehen - und fast gleich oft ist bei der Vergleichssite vorderhand Endstation.

(via golem.de)

Gerade der letzte Punkt ist durchaus bemerkenswert. Bei diesen Fällen muss vermutet werden, dass der mittlerweile bestens über Produkt und Preisniveau informierte potentielle Kunde wie in der guten alten Zeit zum Telefonhörer greift oder aber in einem realen Geschäft auftaucht.

Durch die Preistransparenz auf dem Internet sind also auch die "klassischen" Händler gefordert!
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