Digitale Signaturen: Nur für den Pleitegeier?

Swisscom Solutions hat bereits vor einigen Wochen die Zertifizierung als erster Schweizer Anbieter von qualifizierten digitalen Signaturen erreicht. SwissSign und QuoVadis Trustlink Schweiz sind laut eigenen Aussagen ebenfalls auf gutem Weg dazu.

Gutes Geld lässt sich aber in dem Geschäft derzeit offenbar noch nicht verdienen. Nach der Misere um das deutsche TC Trustcenter ist jetzt auch der grösste österreichische PKI-Anbieter A-Trust in Schieflage geraten (via heise). Die Österreicher zeigen dem Thema unverfroren die kalte Schulter - es fehlt an einfachen und günstigen Anwendungen.

eGovernment, eHealthcare, eBanking und vor allem auch die rechtskonforme elektronische Rechnungsstellung (EBPP) im B2B-Bereich werden aber künftig den Bedarf an PKI-Dienstleistungen ohne Zweifel stark steigen lassen.

Bis dahin sollte man sich den Leistungsanbieter sorgfältig auswählen. Pikant an der A-Trust-Geschichte ist nämlich nicht zuletzt, dass nach einer Pleite alle Signaturen mit qualifiziertem Zertifikat schlagartig ungültig würden.

"Digital 2.0" am WEF

Am soeben zu Ende gegangenen WEF 2006 in Davos hat sich eine hochkarätige Runde aus den Chefs von Cisco, Microsoft, Google und Skype unter dem Titel "Digital 2.0: Powering a Creative Economy" eine gute Stunde lang über die schillernde Zukunft des Internets unterhalten.

Die Diskussion ist erstaunlich interessant und tiefgründig herausgekommen und kann ab und zu sogar einen Lacher verbuchen.

Fazit (grob zusammengefasst und nicht ganz unerwartet...)::
  • Alles wird digital.
  • Der Trend geht von "transaction" zu "interaction".
  • Alles wird gratis, sprich, es reicht, von 75 Millionen Usern 2 Millionen zu zahlenden Kunden zu machen (wie aktuell bei Skype).

Daneben wurden auch topaktuelle Angelegenheiten (zB die Google-Zensur in China) angesprochen und kommentiert. Hörenswert!

(als Podcast oder Videozusammenschnitt direkt beim WEF oder auf iTunes)