rechnung.de - Online-Dienst für rechtskonforme elektronische Rechnungen

Mit rechnung.de stellt das Systemhaus HQS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesdruckerei und D-Trust einen Online-Dienst vor, mit dem der rechtskonforme Versand elektronischer Rechnungen auch für KMU in greifbare Nähe rückt.

(via ecin)

Die Lösung muss schon fast als genial bezeichnet werden:
  • Rechnungen werden statt auf Papier neu über einen speziellen lokal zu installierenden Druckertreiber (vergleichbar mit einem PDF-Generator) "gedruckt".
  • Die Dokumente werden an rechnung.de übermittelt, dort rechtskonform signiert und als PDF an eine im Ursprungsdokument eingebettete Email-Adresse geschickt.
  • Fehlt die Email-Adresse, kann der Versand auf Wunsch stattdessen auf dem Postweg stattfinden.

Der Dienst wird über mengenabhängige Monatspauschalen abgerechnet, für die ersten 6 Monate gibt es derzeit 50% Rabatt. Die Druck- und Versanddienstleistungen werden pro Dokument verrechnet.

Für die Direktanbindung von ERP-Systemen stehen verschiedene Integrationsszenarien zur Verfügung.

Wermutstropfen aus CH-Sicht: Das Angebot scheint sehr stark auf die rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland zugeschnitten zu sein und dürfte deshalb vorerst nur für dortige Rechnungssteller in Frage kommen.

"Wikipatentia": Community soll US-Patentprüfern helfen

Die Prüfer des US-Patentamts sind laut eigenen Angaben unterbezahlt und hoffnungslos überlastet ("underpaid and overwhelmed"). Deshalb vergeben sie unter Zeitdruck unberechtigte Patente.

Nach dem Vorbild des Peer Reviewings von wissenschaftlichen Publikationen sollen die Beamten deshalb zukünftig während der Prüfungsphase von Experten aus allen Bereichen zusätzliche Informationen und Bewertungen zu den angemeldeten Patenten erhalten. Softwaremässig ist zu diesem Zweck in bester Web 2.0-Manier eine Art Wiki angedacht.

Gemeinsam mit IBM wurde das Community Patent Project ins Leben gerufen. Offizieller Projektstart ist am 12. Mai.

(via golem.de)

Angesichts der massiven Problemen, die Firmen nicht nur in den USA mit Schlaumeiern haben, die mit sehr allgemeinen Patenten den grossen Reibach machen wollen, ist die Initiative ein Schritt in die richtige Richtung. Auf den ersten Blick scheint aber die Vertraulichkeit auf der Strecke zu bleiben.