Im deutschen Sprachraum wird am häufigsten nach Suchbegriffen mit zwei Wörtern gesucht. Die vielgeschmähte Einwortsuche hält sich erstaunlich gut.
Dies ist eines der Ergebnisse der Studie von OneStat, für welche über zwei Millionen Suchanfragen ausgewertet wurden (via SearchEngineWatch).
Europäische Nutzer tendieren eher zu kürzeren Anfragen. Queries mit zwei Wörtern stehen überall auf Platz 1. In den angelsächsischen Ländern geht der Trend hingegen zu drei oder gar vier Wörtern.
US-Nutzer geben bereits in 50% der Fälle drei oder vier Suchwörter ein, 12% sogar deren fünf. Die klassische Einwortsuche ist mit noch gut 6% weit abgeschlagen, nur knapp vor "Bandwürmern" mit sechs oder sieben Wörtern.
Für Deutschland macht die Studie eine Besonderheit deutlich: nirgendwo sonst ist die Vormachtstellung der Zweiwortanfragen mit einem Anteil von 40% ausgeprägter als hier. Fast 90% der deutschen Suchanfragen umfassen zudem maximal drei Wörter.
Ebenfalls bemerkenswert ist, dass sich die Einwortsuche mit Rang 2 noch einigermassen behaupten kann. Dies dürfte aber teilweise damit zusammenhängen, dass in der deutschen Sprache über Wortverbindungen praktisch unbeschränkt lange Wörter konstruiert werden können.
Im Vergleich mit den Vorjahreszahlen lässt sich keine deutliche Entwicklung ausmachen. Die Rangliste der Anfragelängen ist gleich geblieben, und auch bei den prozentualen Anteilen zeigen sich keine Veränderungen von praktischer Bedeutung.
Die Studie bestätigt , dass Suchmaschinenoptimierung und Keywordwerbung zunehmend auf Mehrwortbegriffe auszurichten sind. Die wachsende Informationsmenge bringt die immer routinierten Nutzer dazu, ihre Anfragen präziser zu formulieren.