E-Rechnung für Private: Paynet und Postfinance spannen zusammen

Paynet und Postfinance starten eine gemeinsame Initiative, um die Verbreitung elektronischer Rechnungen bei Privatpersonen zu steigern.

Eine Informationsplattform soll den Endkunden E-Billing schmackhaft machen. Zudem wird ab sofort einheitlich der Begriff "E-Rechnung" für eine elektronisch gestellte Rechnung verwendet.

Die Zusammenarbeit beschränkt sich auf die gemeinsame Vermarktung der E-Billing-Dienstleistungen. Die Systeme PayNet und yellowbill bleiben unabhängig voneinander bestehen.

Derzeit können Rechnungen von etwa 100 Rechnungsstellern in den E-Banking-Systemen von über 80 Finanzinstituten in Empfang genommen werden.

Obwohl grosse Rechnungssteller wie Swisscom und praktisch alle im Retailgeschäft tätigen Finanzinstitute darunter sind, wartet die elektronische Rechnung im B2C  immer noch auf ihren Durchbruch. Nur so ist es zu erklären, dass nun zwei der Hauptkonkurrenten auf dem Markt in der Kommunikation zusammenspannen.

Aus OpenBC wird XING

OpenBC wird XING

Die Networking-Plattform OpenBC wird im 4. Quartal 2006 in XING umbenannt.

Nachdem Remo Uherek die Bombe auf Chuchichäschtli platzen liess, sah sich OpenBC zu einer offiziellen Pressemitteilung genötigt.

Unter www.xing.com ist mittlerweile auch ein netter Preview der völlig neu gestalteten Benutzeroberfläche zu sehen.

Die Neuigkeit hat die Blogosphäre offenbar gewaltig durchgerüttelt: XING war heute bei Technorati durchgehend auf einem Spitzenplatz der gesuchten Begriffe.

eXperience Event 2006: Does Business Software really matter?

Logo eXperience Event 

Unter dem Motto "Prozessexzellenz mit Business Software" fand am 19. September in Basel bereits zum 7. Mal der eXperience Event statt. Die als "Schweizer Networkings- und Weiterbildungsevent von Anwendern für Anwender" angekündigte Tagung konnte wiederum fast 200 Besucher nach Basel locken.

Das Competence Center E-Business Basel bereitet seit vielen Jahren empirische Best Practice Lösungen nach einem theoretisch fundierten Raster auf. Diese Fallstudien werden in der Online-Fallstudiendatenbank und als Buch veröffentlicht und teilweise am eXperience Event präsentiert.

Kann Business Software tatsächlich zu Prozessexzellenz verhelfen, wie das Leitthema der Veranstaltung insinuierte? Insgesamt ist der diesjährige eXperience Event den Beweis dafür schuldig geblieben.

In seiner Keynote zeigte Dr.-Ing. Heinrich Zetlmayer, IBM Global Business Services zwar einige historische und aktuelle Zusammenhänge zwischen Innovation und Technologie auf. Er konnte diese aber mit dem eher unglücklich gewählten Beispiel von Erfolgsfaktoren bei CRM Implementierungen nicht wirklich überzeugend illustrieren. So wurden die Zuhörer mit einem Sammelsurium von Schlagwörtern, aber grundsätzlich ohne Argumente in die praxisorientierten Sessions entlassen.

Die Fallstudien zur Kundenbindung in der Maschinen- und Metallindustrie hätten unterschiedlicher nicht sein können. Nach einem belanglosen Einführungsreferat stellte die Serto AG ihre Kanban-Lösung für Grosskunden vor. Nun ist Kanban heute aber nicht mehr exzellent, sondern state of the art. Umso schlimmer, wenn so ein System mit mehreren Medienbrüchen implementiert wird und aus den Margen finanziert werden muss. Fazit: Da musste SAP als Themensponsor wohl einfach auf Biegen und Brechen einen Case in der Session haben.

Wesentlich überzeugender fiel die Präsentation der After Sales Service Lösung von Aebi auf der Basis von Actricity aus. Nicht zuletzt dank des wertvollen Inputs und der amüsanten Vortragsweise von Prof. Rolf Gasenzer, der diese Fallstudie begleitete, war dieser Beitrag von echtem Nutzen.

Auch in der Session zur Auftragsabwicklung in der Sanitär- und Elektrobranche ergaben die beiden Fallstudien (ohne auf das wiederum völlig überflüssige und inhaltsleere Einführungsreferat weiter einzugehen) ein unterschiedliches Bild.

Neoperl muss man immerhin zugute halten, dass eine internationale Distributionslösung realisiert wurde, ohne eine Zeile am Sourcecode von OpaccOne zu ändern. Das spricht für die hochflexiblen Customizing-Möglichkeiten dieses ERPs. Aber andererseits wurde auch nichts anderes gemacht, als Niederlassungen via Browser oder Citrix Client ans Mutterhaus anzubinden. Zudem wurden jegliche Individualisierungsgelüste der Ländergesellschaften rigoros abgewürgt und die Prozesse wo immer möglich an die Vorgaben des ERP angepasst. Ist das eine Form von Exzellenz? Vermutlich schon, aber kaum dank der Business Software.

Glücklicherweise zündete der Elektro-Grosshändler Otto Fischer AG im zweiten Teil der Session noch ein wahres Feuerwerk. Ein Grossteil der täglichen Bestellungen trifft dort zwischen 1700 und 1800 ein, wird bis 1830 gerüstet und am anderen Morgen bis 0700 auf die Baustelle geliefert. Wahrlich eine Herausforderung, die nach Prozessexzellenz und massiver IT-Unterstützung ruft. Der papierlose Warenfluss, den Projektleiter Roger Altenburger vorstellte, wusste die Zuhörer zu begeistern. Die Kombination von mobiler Datenverarbeitung, Optimierung der Kommissionierwege im ERP und nahtloser Integration wurde dem Leitthema als einzige Fallstudie wirklich gerecht.

Damit hatte die Veranstaltung ihren Höhepunkt erreicht, den ich mit dem Besuch der abschliessenden Podiumsdiskussion nicht mehr in Gefahr bringen wollte.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Konzentration von Fallstudien mit echtem Vorbildcharakter im nächsten Jahr noch steigern lassen wird. Der eXperience Event 2007 findet voraussichtlich am 11. September statt.

 

Suchmaschinenmarketing in der Schweiz

ps/ hat mit der Unterstützung von Angelink eine Studie über "Suchmaschinenmarketing in der Schweiz" durchgeführt.

Die Untersuchung hat ein hochinteressantes Stufenmodell (siehe Management Summary) zutage gefördert, wie Suchmaschinenmarketing heute eingesetzt wird.

Etwa ein Drittel der befragten 122 Unternehmen schöpft aus dem Vollen und betreibt sowohl Optimierung wie Keyword-Werbung. Es erstaunt nicht, dass diese Gruppe auch bezüglich Controlling und Erfolg die Nase vorn hat.

Ähnlich viele Unternehmen setzen entweder ausschliesslich Optimierung oder ausschliesslich Keyword-Werbung ein. Reine "Anmelder" und die gänzlich Unerfahrenen machen zu gleichen Teilen den Rest aus.

70% der Teilnehmenden haben zudem angegeben, Ihre Budgets für Suchmaschinenmarketing in den nächsten drei Jahren aufstocken zu wollen.

(Die komplette Studie ist für CHF 190 bei Angelink erhältlich.)

Cash daily: Anspruch top, Umsetzung... naja

Cash daily definiert sich als "Livepaper" oder "elektronische, interaktive Zeitung".
In der Praxis sieht's dann etwas nüchterner aus:

Hinter dem "persönlichen CASH daily Livepaper" versteckt sich zwar ein netter Browser mit nützlichen Navigationsfunktionen und einigen dynamischen Elementen, aber wirklich personalisierbar, zum Beispiel nach Themen, ist da gar nichts.

Eine einzige Qual ist der Podcast. Das anderswo monierte Baaseldiitsch wäre zu ertragen, wenn es nicht an der allgemeinen Sprachgewandtheit der Sprecherinnen und Sprecher fehlen würde.

Richtig Sorgen bereitet die redaktionelle Qualität. Wenn Aussenschaltungen schon von ständigem Krächzen und Knacken begleitet sind, dürfte doch immerhin zu erwarten sein, dass sich der Interviewer seine Fragen vorgängig überlegt hat und nicht mehrmals fliegend umzuformulieren versucht.

Heute Morgen wurde gleich ein ganzer Beitrag über die Gewinnwarnung und den darauffolgenden Börsentaucher von Yahoo versifft. Das nächste Mal die Pressemeldung genau lesen, bitte. Verlangsamtes Wachstum der Internetwerbung in zwei Kategorien ist nun mal noch nicht mit einem Rückgang gleichzusetzen. Kein Wunder, dass der Interviewpartner von web2com doch etwas ratlos rüberkam.

Mehr über Cash daily gibt es am 3.10. in Zürich bei Internet Briefing (ehemals Internet Efficiency Club), der grössten Schweizer Community von Internet Professionals, direkt von Christoph Bauer, CEO der Cash-Gruppe zu erfahren.

Immer mehr Online-Käufer in Europa

Mehr als die Hälfte aller Europäer mit Internetzugang haben bereits mindestens einmal ein Produkt online gesucht und gekauft.

Online-Markt Nummer 1 bleibt England, das stärkste Wachstum verzeichneten in den letzten drei Jahren Deutschland, Holland und Italien.

Hemmschuhe für Internetshopping bleiben Sicherheitsbedenken und das Bedürfnis, gewisse Produkte in Natura begutachten zu können.

(via Forrester Research)

ERP-Steinzeit in der Fertigungsindustrie

Ist Ihr ERP älter als fünf Jahre? Kein Problem. Sie sind damit in bester Gesellschaft.

65% der von Aberdeen Group befragten Fertigungsbetriebe setzen ältere Systeme ein und nehmen damit in Kauf, neue Geschäftsprozesse nur begrenzt abbilden zu können. Die überalterte Infrastruktur ist ein wesentlicher Hinderungsgrund für nachhaltige Wachstumsstrategien.

(Weitere Ergebnisse bei CIO)

Glaubt CNN echt an Quaero?

Oder geht's nur um werbewirksame Provokation?

CNN wirbt mit diesem Inserat für seine kompetente Berichterstattung über zukünftige Technologie-Trends:

CNN Quaero Inserat

Kaum zu glauben, was das deutsch-französische Suchmaschinenprojekt Quaero schon für Aufsehen erregt.

NB Was zeigt das Hintergrundbild? Grindelwald?

Quaero sagt: "Google ist Web 1.0"

Das antiimperialistische Suchmaschinenprojekt Quaero wird von Frankreich und Deutschland mit über 400 Millionen Euro gesponsert.

Ein Vertreter der Projektpartner trägt bei heise gewaltig dick auf und verspricht bezüglich der Projektziele das Blaue vom Himmel.

An Arroganz nicht mehr zu toppen ist die Aussage, dass man sich mit Google gar nicht erst messen wolle, da es sich dabei um eine "noch im Web 1.0-Zeitalter verhaftete" Organisation handle.

Ambitiös, kann man da nur sagen. Der Herr wird sich an seinen Aussagen messen lassen müssen, wenn die halbe Milliarde ausgegeben ist.

 

Salesforce integriert Google AdWords

Zum Online-CRM-Tool Salesforce gibt es ein neues Modul, welches die Planung, Realisierung und Steuerung von Google AdWords-Kampagnen erlaubt.

Salesforce for Google AdWords kann via AppExchange aktiviert werden. Ein Testmonat ist gratis, danach kostet das Tool USD 300/Monat.

(via TechCrunch

 

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