Business Collaboration am eXperience Event 2007

Das Competence Center E-Business Basel der Fachhochschule Nordwestschweiz durchleuchtet dieses Jahr firmenübergreifende Prozesse mit Business Software.

Unternehmen, die an einer Business Collaboration-Lösung beteiligt sind, können bis am 16. März Themen und Fallstudien vorschlagen. Aus den eingegangenen Vorschlägen werden 10 bis 15 Fallstudien ausgewählt und von unabhängigen Autoren aufbereitet. 

Am eXperience-Event vom 11. September präsentieren acht Unternehmen gemeinsam mit dem Autor ihre Fallstudie einem interessierten Fachpublikum.

Alle erarbeiteten Fallstudien werden in die eXperience-Datenbank aufgenommen und als Buch publiziert. Teilnehmer am eXperience Event erhalten es kostenlos.

Kunden vergraulen leicht gemacht

Wie verhindern Sie effektiv, dass Ihre Produkte und Dienstleistungen bei Internetnutzern gut ankommen?

Guy Kawasaki hat eine Liste von todsicheren Rezepten zusammengestellt:

  • Sofortige Registrierung verlangen
    und den Kunden schamlos ausfragen
  • Rattenschwanz-URLs
    Können Sie Ihre Internetadresse mühelos über's Telefon weitergeben?
    Notfalls helfen TinyURL oder SnipURL.
  • Fenster ohne eigene URL
    Was waren Frames schon wieder?
  • Keine Suchfunktion
    oder nicht einmal eine Sitemap
  • Kontakt nur per Email(-formular)
    Manchmal braucht's einfach einen Anruf oder einen Brief.
  • Kein Email-Newsletter
  • Der Kontoname kann keine Email-Adresse sein
    Was soll ich mir denn sonst merken?
  • Case-sensitive Kontonamen
    gehen immer erst beim zweiten Versuch...
  • Emails ohne Signatur
    (siehe "Kontakt nur per Email")
  • Nur Internet Explorer unter Windows unterstützen
    Kann ich nicht unterschreiben, es gibt Segmente, wo andere Browser einfach keine Rolle spielen.

Und speziell für Web2.0-Angebote:

  • Kein Import von bestehenden Email-Adressbüchern
  • Keine RSS-Feeds
  • Keine Digg-, del.icio.us- und Fark-Bookmarks
  • Unleserliche Captchas (zB bei Yahoo, siehe Titelbild)

USA: E-Rechnung im Aufwind

Wenn's nach Forrester geht, werden bis in fünf Jahren über 60 Millionen US-Haushalte Rechnungen elektronisch empfangen und bezahlen - knapp über die Hälfte (63%) mehr als heute.

An diesem Wachstum sind junge Endverbraucher - die sogenannten Gen Yers - weit überproportional beteiligt. Die Entwicklung wird eher von den Banken als von den Rechnungsstellern getrieben.

Erstaunlicherweise wächst die Zahl der Anwender zukünftig pro Jahr prozentual nicht mehr so stark wie im Spitzenjahr 2005, wo sie um 34% zunahm. Handgelenk mal Pi nachgerechnet sieht Wachstumskurve ungefähr so aus (Mio User):



Offenbar läuft der EBPP-Markt also schon auf erste Sättigungserscheinungen zu. In den USA wohlgemerkt - die Schweiz befindet sich leider immer noch ganz links auf der Grafik.

Fast live: Web 2.0 am WEF

Wer am WEF dabei sein möchte, muss nicht unbedingt nach Davos reisen. Auch dieses Jahr werden Mitschnitte vieler Veranstaltungen im Internet publiziert.

Der virtuelle Besucher kann auswählen zwischen live gestreamten Webcasts, Podcasts (Audio und Video) und Google-Videos.

Jetzt gerade läuft The Impact of Web 2.0 and Emerging Social Network Models mit Bill Gates, Chad Hurley von YouTube und Catherine Fake von Flickr. Nike vertritt die Corporate-Seite, die EU schickt ihre Beauftragte für Informationsgesellschaft und Medien auf's Podium. Als "advocatus diaboli" und Challenger wirkt der Chefredaktor von Forbes Magazine.

Web 2.0 war schon letztes Jahr ein Thema am WEF. Wahnsinn, wieviel in der Zwischenzeit wieder passiert ist!

Ebenfalls noch reinschauen werde ich bei:

SAP will 100'000 Kunden - und wieder einmal die KMU

 

Bis 2010 will SAP seine Kundenbasis auf 100'000 Unternehmen vergrössern und 45% des Umsatzes mit mittelständischen Firmen machen.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der ERP-Anbieter auf Software-as-a-Service (SaaS) und eine neue Version der mySAP All-in-One Branchenlösungen.

(via heise)

SAP liebäugelt ja schon lange mit den KMU, bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Die SAP-Definition der umworbenen Zielgruppe vermittelt nicht das Gefühl, dass sich das mit dieser neuen Initiative ändern wird. Der "Mittelstand" reicht nämlich immer noch bis zu 2500 Mitarbeitern und 500 Millionen Euro Umsatz... 

Google arbeitet an E-Buchhandlung

 

Via Sunday Times und heise ist zu erfahren, dass Google zusammen mit Verlagen wie Penguin, HarperCollins, Oxford University Press und Simon & Schuster an einer Verkaufsplattform für E-Books arbeitet.

Die Leser sollen dort elektronische Bücher kapitel- oder seitenweise kaufen oder auch nur ausleihen können. Besonders praktisch wäre das für Einmallektüre wie Romane oder Reiseführer.

Das als Erweiterung von Google Book Search konzipierte Projekt soll laut dessen Europa-Chef "eher früher als später" realisiert werden. Amazon hat schon seit längerem ähnliche Pläne.

baugate24.ch: Neues Portal für die Baubranche

Mit baugate24 startet eine weitere Online-Ausschreibungsplattform für die Schweizer Baubranche ins Rennen.

Architekten, Bauunternehmer und Handwerker sollen damit Projekte schneller und kostengünstiger abwickeln können. Der Bauherr kann online auf alle Dokumente seines Projekts zugreifen und dadurch jederzeit den Überblick behalten.

Warum es diese neue Plattform neben Olmero und einigen weiteren Mitbewerbern jetzt auch noch braucht, ist mir allerdings nicht auf Anhieb klar geworden.

VDMA vergleicht IT bei Maschinenbauern

 

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V hat die IT-Kosten seiner Mitglieder verglichen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Drei Viertel des Geldes fliessen in den IT-Betrieb, nur ein Viertel in Innovationen.
  • Die Hälfte der Innovationsbudgets fressen allein ERP-Projekte auf.
  • Hypes wie SOA und CRM sind in der Branche kaum ein Thema und werden es wohl auch nicht werden. Die Branche hat sich schon in früheren euphorischen Phasen resistent gezeigt.
  • Viel Standardsoftware und Outsourcing drücken die Kosten nicht unbedingt. Eigenentwicklungen können auch Wettbewerbsvorteile sein.
  • Hohe IT-Kosten sind nicht zwangsläufig schlecht. Höhere Wertschöpfung bedeutet mehr Komplexität und erfodert daher mehr IT.
(via CIO)

 

Befragung "Elektronische Beschaffung 2007"

Der deutsch Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) führt gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Industriebetriebslehre (Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky) der Universität Würzburg auch 2007 wieder die aktuelle Studie zum Stand der aktuellen und geplanten Nutzung von Systemen zur elektronischen Beschaffung (eCatalogs, eSourcing, Einkaufsauktionen, eCollaboration und Lieferantenbewertungssysteme) durch.

Wer an der Befragung "Elektronische Beschaffung 2007" teilnimmt, erhält die komplette Auswertung kostenlos. 

Bedarfe bündeln für elektronische Auktionen

Der Erfolg von eAuctions hängt unter anderem davon ab, was die einkaufende Organisation an Einkaufsvolumen in die Waagschale werfen kann.

Tobias Schönherr vom E-Sourcing Forum hat bei 30 Firmen nachgefragt, ob sie systematisch Bedarfe bündeln (oder warum eben nicht) und mit welchen Produkten das am einfachsten geht.

Auffallend ist, dass die Liste der Gründe, die ein effektives Bundling verhindern, ziemlich lang ausfällt. Die allermeisten Punkte sind rein organisatorischer Natur: die Zeit fehlt, der Einkauf hat zu wenig zu sagen, oder zu viele Köche (Entscheider) verderben den Brei. Viele Unternehmen ist es zudem zu riskant, sich auf nur einen Lieferanten für ein grosses Paket zu verlassen.

Schade, denn die Liste der Produkteigenschaften, die ein Bundling begünstigen, ist fast ebenso lang. Commodities lassen sich natürlich besonders einfach bündeln. Aber auch Produkte und Dienstleistungen, die mit demselben Prozess verknüpft sind, können vielleicht durchaus gemeinsam beschafft werden.

Vorteile zu nutzen gäbe es genügend: mehr Einkaufsmacht, effizientere Abläufe und zwar weniger, aber dafür engagiertere Lieferanten!

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