Google Reader geht offline!

Google Reader lädt jetzt auf Wunsch bis zu 2000 Blogeinträge auf die lokale Festplatte. Ideal, um Blogs auch dort zu lesen, wo keine schnelle oder günstige Internetverbindung vorhanden ist.

Zu verdanken ist diese neue Funktion dem neuen Browser-Plugin Google Gears. Mit diesen Javascript APIs können Entwickler Anwendungen erstellen, die Daten lokal in einer vernünftigen Datenbank speichern und via AJAX mit einem Server austauschen.

(via TechCrunch und SearchEngineLand)

Mein bisheriger Favorit Bloglines kommt damit in die Bredouille. Er hat Google Reader nun nur noch die Email Subscriptions voraus, die ich für Newsletters verwende. Sonst schwingt Google Reader in allen Bereichen obenaus: Interface, Tagging, Suche und nicht zuletzt die Integration mit iGoogle.

Online-Kommunikation in der Praxis

Wie gewinnt LeShop Online-Kunden? Warum setzt Nestlé auf Podcasts? Was tragen Corporate Blogs zur Firmenreputation bei? Ist Second Life nur ein Hype?

Antworten auf diese Fragen gibt es am 26. Juni in Thalwil. Marcel Bernet lädt zusammen mit dem ZfU zum Praxistag Online-Kommunikation.

Am Programm (PDF) gefällt mir die Mischung von Fachreferaten und Best Practices. Für Firmen, die die ersten Schritte im Web 2.0 noch vor sich haben oder nächste Schritte wagen möchten, sind die 850 Franken Teilnahmegebühr bestimmt gut angelegt.

Plazes ist auf dem richtigen Weg

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Auf der Internet-Plattform Plazes lässt sich verfolgen, wo sich Leute gerade befinden. Die gute Idee litt bisher an konzeptionellen Schwächen bei der Umsetzung. Macht es die neue Version besser?

In der rechten Spalte dieses Blogs ist eine kleine Landkarte zu sehen. Darunter steht, wo ich gerade bin oder vor kurzem war. Dieser Badge wird von Plazes erzeugt, wo ich meinen Standort gelegentlich melde. Entweder macht das der Plazer, ein kleines auf meinem PC installiertes Programm, automatisch, oder ich schicke ein SMS an eine Servicenummer in England.

Was einfach tönt, hatte bis anhin in der Praxis seine Tücken. So verliess sich der Plazer standardmässig auf die Netzwerkadresse des PCs und platzierte einen deshalb oft irgendwo in einem Rechenzentrum statt am wirklichen Standort. An Swisscom Hotspots verlor er die Orientierung sogar völlig.

Ortsangaben via SMS waren auch keine Alternative, weil dort immer angenommen wurde, ich sei nach spätestens einer Stunde wieder weg. Auch mit schon bekannten Standorten hatte Plazes seine liebe Mühe.

Standort melden leicht gemacht

Zum Glück ist jetzt alles massiv besser geworden. Ich kann meinen Standort via Browser ganz einfach und intuitiv eingeben. Schon bekannte Standorte werden aufgrund der Eingabe laufend angezeigt. Ein Klick genügt, um sich dort zu platzieren.

 

Bei neuen Standorten schliesst sich einfach eine zweite Maske an, wo Ort, Adresse und Typ (zB Restaurant, Sehenswürdigkeit, Arbeitsplatz) präzisiert werden.



Der Standort bekommt dann seine eigene Seite, wo alle Daten beliebig verändert werden können. Der Ort lässt sich auch via Drag und Drop auf der Karte justieren, ohne dass die genauen Koordinaten bekannt sein müssen.



Vergangenheit und Zukuft

In der neuen Version von Plazes hält auch die Zeitachse Einzug. Ging es früher nur um die Frage "wo bin ich jetzt gerade?", können jetzt auch Standorte erfasst werden, die man schon besucht hat oder erst noch besuchen wird.

So lässt sich beispielsweise eine Reise im Voraus planen. Ist dann kein PC in Reichweite, wenn ich an einem Zwischenziel angekommen bin, reicht ein SMS mit dem Plazenamen, ohne dass ich die Adresse nochmals mühsam einknöpfeln muss.

Und tatsächlich haben die Plazes-Macher an noch etwas gedacht, was ich bisher schmerzlich vermisste: Ich kann einen Standort explizit verlassen. Hoffentlich wird dies auch via SMS möglich sein.

Wo - und was?

Lezthin habe ich darüber nachgedacht, wie der Microblogging-Dienst Twitter sinnvoll einzusetzen sei. Einer meiner Gedanken war, dass Plazes und Twitter eigentlich fusionieren müssten, weil die Frage nach dem Wo immer auch die Frage nach dem Was nach sich zieht.

Offenbar bin ich bei Plazes auch da erhört worden: In 50 Zeichen darf ich bei der Standortmeldung sagen, was ich gerade tue. Das ist zwar toll, aber etwas zu kurz.

Und die Community?

Bleibt noch die Frage, ob ich bald meinen ganzen Freundes- und Bekanntenkreis auf Plazes wiederfinden werde. Ich glaube nicht daran.

Auch wenn mit den neuen "Groups" ein zaghafter Versuch unternommen wurde, Orte und Menschen besser zu strukturieren und in Beziehung zu setzen, sehe ich im Moment nicht, dass sich dieser Bereich zu einer Stärke von Plazes entwickeln wird.

Als Geotagging-Dienst hat Plazes mit der neuen Version, die in Kürze öffentlich vorgestellt wird, aber riesige Fortschritte erzielt.
 

Top 10 Internet Trends by Jürg Stuker

Wie jedes Jahr präsentiert Jürg Stuker von namics an der orbit-iEX die Top 10 Internet-Standards der Zukunft.

Auf seiner Liste stehen dieses Jahr:

  • Enterprise Wikis
    -
    Kollektives Online-Wissen im Unternehmen
  • Software as a Service
    - Unternehmenssoftware aus der Steckdose
  • OpenID
    - Ein Passwort für das ganze Internet
  • Microsoft Silverlight
    - "Flash von Microsoft"
  • SIP/IMS
    -
    Technisches Fundament für Fersehen, Telefon und SMS via Internet
  • Online TV
    - Fernsehen im Internet, zB bei Bluewin, Zattoo oder Joost
  • Wireless Commons / OLSR
    - Kabelloser Internetzugang für alle und überall
  • Live Clipboard
    - Die Zwischenablage im Internet
  • Scrum
    - Agile Softwareentwicklung
  • Geo Tagging
    - Wo bin ich gerade? 

[Folien, PDF, 5.3MB] 

Interessant ist der Vergleich mit den Top 10 aus den Vorjahren. Da stehen einerseits Dinge drauf, die heute tatsäschlich Standard sind, andere krebsen oder sind ganz in der Versenkung verschwunden.

Leider habe ich diesen Vortrag verpasst. Ich werde mich aber morgen an der orbit-iEX über Web 2.0, eCollaboration und E-Shops updaten.

swissDIGIN-Forum beleuchtet Archivierung von E-Rechnungen

 

Am 13. Juni findet in Basel das vierte swissDIGIN-Forum statt. Thema der Veranstaltung ist die Archivierung von elektronischen Rechnungen.

Welche Gesetze sind relevant? Wie sehen Erfolg versprechende Lösungsansätze aus? Wie sagen Revisionsgesellschaften und der Steuervogt dazu?

Antwort auf diese Fragen geben Vertreter des Competence Center E-Business Basel, der ESTV und PWC. Zwei weitere Unternehmen berichten aus der Praxis, wie sie Rechnungen auf CD oder online archivieren.

Programm als PDF
Anmeldung
Mehr zu swissDIGIN im Interview mit Christian Tanner

Coupa: E-Procurement meets Open Source

 

Auf diese E-Procurement-Lösung sollten Sie unbedingt einen Blick werfen: Coupa bildet den kompletten Einkaufsprozess für Kataloggüter inklusive Punchouts, Freiformbestellungen und Genehmigungsworkflows ab.

Der Clou ist: Die Basisversion eProcurement Express ist - als erste und einzige E-Procurement-Lösung - gratis. Download (für Windows, Macintosh und Linux), lokale Installation und Datenimport sollen nicht mehr als einen Tag dauern.

Beim kostenpflichtigen grossen Bruder eProcurement Enterprise kommen umfassende RFQ-, E-Invoicing- und Reportingfunktionen dazu. Für diese Version bietet Coupa auch mehr Training und Support. Sie kann zudem im Software-as-a-Service-Modell online bezogen werden.

Die Gesamtkosten (TCO) der Lösung betragen dabei laut Coupa nur 10% bis 20% dessen, was ein Unternehmen für eine herkömmliche E-Procurement-Lösung auslegen müsste.

Ein SAP-Experte für jedes Problem

SAPexpert.eu ist gestern mit dem Anspruch gestartet, für jedes Kundenprojekt in Europa einen passenden SAP-Experten zu kennen.

Die Suchfunktion bietet die Standardkriterien Verfügbarkeit, Budget und Sprachen. Die erforderlichen SAP-Kompetenzen können über eine Baumstruktur bis ins letzte Detail eingegeben werden.

Mit 330 Experten ist das Netzwerk von SAPexpert.eu allerdings noch sehr dünn und auf Frankreich bezogen, wo die Plattform herkommt.

(via Progisphere)

Wenn SCM echt in die Hose geht...

Wie's rauskommt, wenn grosse Supply Chain Management-Projekte so richtig an die Wand fahren, zeigt diese Sammlung von SCM-Katastrophen (via deal architect). Eindrücklich.

Wie eine Schachtel Farbstifte

Slow Leadership hat heute einige Tipps für schwierige Tage parat. Der hier gefällt mir besonders gut:

The best way to look at the people around you is to consider a box of crayons. Some are sharp, some are pretty, and some are worn and dull. Many have weird names, and all are different colors. But they all have to fit in the same box.

Betrachte die Leute um Dich herum als eine Schachtel Farbstifte. Einige sind scharf gespitzt, einige hübsch, andere stumpf und verbraucht. Viele tragen komische Namen, und jeder hat seine eigene Farbe. Aber sie müssen alle in dieselbe Schachtel passen.

Wasserdicht präsentieren

Wer regelmässig Vorträge hält oder organisiert, kennt das Phänomen: Beamer funktionieren nie, Demos starten nie auf, und Gastredner kommen - wenn sie denn überhaupt auftauchen - immer zu spät.

Bei Escape from Cubicle Nation hat Pam Slim eine Checkliste zusammengestellt, die zwar gelegentlich ins Paranoide abdriftet, aber letztendlich dabei helfen dürfte, Missgeschicke beim Präsentieren weitestgehend zu vermeiden.

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