SwissDIGIN-Forum: Veranstaltung am 21.6.2006

Am 21.6.2006 findet in Basel die zweite SwissDIGIN-Forum-Veranstaltung statt.

Mehr als 50 Unternehmen und Organisationen wirken in der Zwischenzeit am swissDIGIN-Forum (swiss digital invoice) mit. Das Forum versteht sich als eine branchenneutrale Schweizer Plattform zur Förderung des elektronischen Rechnungsaustauschs zwischen Unternehmen.

Der inhaltliche Fokus dieser Veranstaltung liegt auf dem grenzüberschreitenden Rechnungsaustausch in Europa und auf dem Roll-out von E-Invoicing-Lösungen. Erneut werden Unternehmen ihre E-Invoicing Erfahrungen teilen und mit Herrn Stefan Engel-Flechsig (Leiter des CEN/ISSS E-Invoicing Workshops) wird ein ausgewiesener Kenner einen aktuellen Einblick in die europäische E-Invoicing Situation vermitteln.

Programm
Anmeldung

EBPP/EIPP-Community trifft sich in Berlin

Vom 25.-27.09.2006 findet in Berlin der European EXPP Summit 2006 statt.

Unter dem Motto "The Information and Networking Platform for all Industries" sind während zwei Tagen Erfolgsstories von Lieferanten und einkaufenden Organisationen rund ums Thema der elektronischen Rechnungsstellung (eInvoicing und EBPP) zu hören.

Daran schliesst sich am 27.9. das E-Invoicing Operators Forum an, welches E-Invoicing Dienstleistern vorbehalten ist. An diesem Tag geht es vor allem um das internationale Roaming zwischen den Anbietern.

Als Partner und Aussteller des Events treten alle wesentlichen Player der Branche auf.

rechnung.de - Online-Dienst für rechtskonforme elektronische Rechnungen

Mit rechnung.de stellt das Systemhaus HQS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesdruckerei und D-Trust einen Online-Dienst vor, mit dem der rechtskonforme Versand elektronischer Rechnungen auch für KMU in greifbare Nähe rückt.

(via ecin)

Die Lösung muss schon fast als genial bezeichnet werden:
  • Rechnungen werden statt auf Papier neu über einen speziellen lokal zu installierenden Druckertreiber (vergleichbar mit einem PDF-Generator) "gedruckt".
  • Die Dokumente werden an rechnung.de übermittelt, dort rechtskonform signiert und als PDF an eine im Ursprungsdokument eingebettete Email-Adresse geschickt.
  • Fehlt die Email-Adresse, kann der Versand auf Wunsch stattdessen auf dem Postweg stattfinden.

Der Dienst wird über mengenabhängige Monatspauschalen abgerechnet, für die ersten 6 Monate gibt es derzeit 50% Rabatt. Die Druck- und Versanddienstleistungen werden pro Dokument verrechnet.

Für die Direktanbindung von ERP-Systemen stehen verschiedene Integrationsszenarien zur Verfügung.

Wermutstropfen aus CH-Sicht: Das Angebot scheint sehr stark auf die rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland zugeschnitten zu sein und dürfte deshalb vorerst nur für dortige Rechnungssteller in Frage kommen.

Rechnungsprozesse zunehmend digitalisiert

Gemäss einer Studie von Orga wollen zwei Drittel der deutschen Unternehmen ihr Rechnungswesen in nächster Zeit vollständig digitalisieren. Befragt wurden über 800 Firmen mit über 25 MEUR Umsatz.

Neben dem hohen manuellen Aufwand und den zu langen Durchlaufzeiten befindet sich die unzureichende Digitalisierung in den Top 3 der Probleme, die derzeit in den Rechnungsprozessen bestehen.

(via CIO)

Schulden begleichen via SMS

In den USA (und vorläufig nur dort) ist mit TextPayMe ein Dienst gestartet, der Micropayments zwischen Handy-Besitzern ermöglicht.

Sofern beide ein virtuelles Konto bei TextPayMe unterhalten, lässt sich eine Zahlung einfach per SMS, zB "PAY 20.00 +41792412088" an eine Servicenummer auslösen.

Die Idee passt natürlich ideal ins Umfeld der verschiedenen Privatschuldensites wie zB BillMonk.

PayPal soll im übrigen an einem ähnlichen Dienst "PayPal Mobile" arbeiten.

(via TechCrunch)

SwissDIGIN-EBPP-Merklblätter jetzt verfügbar

Die an der SwissDIGIN-Veranstaltung vom 30.11.2005 besprochenen Merkblätter und Empfehlungen zu den Themen
  • Gesetzeskonforme Archivierung von elektronischen Rechnungen
  • Automatisierte Rechnungseingangsverarbeitung

sind jetzt auf der SwissDIGIN-Website verfügbar.

SwissDIGIN-Forum: Im Zeichen von ElDI-V und Interoperabilität

Die 1. Veranstaltung des SwissDIGIN-Forums, die knapp 70 Teilnehmer aus 46 Firmen nach Basel an die FHBB lockte, stand ganz im Zeichen der Themen Archivierung und Interoperabilität.


Dem Eidgenössischen Finanzdepartement ist es bekanntlich beinahe gelungen, der Schweizer EBPP-Community die Freude an der elektronischen Rechnungsstellung mit einer sehr anforderungsreichen und interpretationsbedürftigen Verordnung über elektronisch übermittelte Daten und Informationen (ElDI-V) zu vergällen. Die Revision dieses Dokuments ist eingeleitet, aber bereits ein Jahr überfällig.

Entsprechend aufmerksam lauschten die Teilnehmenden den Ausführungen von Füsprecher Pierre Scheuner, stellvertretendem Sektionschef Rechtswesen bei der ESTV, der sehr konkret darlegte, wie elektronische Rechnungen beim Rechnungssteller bzw. -empfänger steuer- und auch handelsrechtlich konform archiviert werden können. Im anschliessenden Workshop stellte sich heraus, dass auch unter den anwesenden Fachpersonen noch nicht alle Unklarheiten beseitigt waren. Eine präzisierte Zusammenfassung der Richtlinien und Vorschriften wird jedoch demnächst verfügbar sein und einen wertvollen Leitfaden darstellen.

Die beiden Fallbeispiele von Novartis Pharma und Basler Versicherungen belegten überzeugend die Machbarkeit und die Kostensparpotentiale (70% bzw. 40%) einer EBPP-Integration mit Schlüssellieferanten. Auffällig war hingegen, dass die Prozesskosten pro verarbeiteter Rechnung bei Novartis auf CHF 15 und bei den Basler Versicherungen auf CHF 100 veranschlagt wurden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei der Basler um Bestellungen ohne Bestellbezug handelt, die naturgemäss einen aufwändigeren Workflow verursachen. Trotzdem: Sind die Unternehmen wirklich so unterschiedlich organisiert, oder ist Prozesskostenermittlung immer noch mehr Glücksspiel als exakte Wissenschaft? Schwer zu sagen, aber für die ROI-Berechnung doch nicht ganz irrelevant...

Wie bei international aufgestellten Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Lieferanten nicht anders zu erwarten, wurde in den Referaten der Ruf nach einem "Roaming" zwischen den diversen EBPP Service Providern laut. Eine Umfrage der FHBB bei den sechs im SwissDIGIN-Forum aktiven Anbietern (AbaNet, io-market, PayNet, Pentag, Postfinance und Swisscom IT Services) ergab, dass die Interoperabilität mindestens gegenüber den inländischen Mitsteitern überall auf der Traktandenliste steht. Von grösserer Relevanz dürften dabei die Vernetzung von PayNet und Postfinance (hier haben "erste Gespräche stattgefunden") sowie von Swisscom IT Solutions und Postfinance (Empfang und Versand signierter Rechnungen geplant per Q2/2006) bzw. PayNet (Deadline Q4/2006) sein.

Auf dem internationalen Parkett tanzen die schweizerischen Service Provider derzeit offensichtlich noch etwas behäbiger. Abgesehen von Swisscom, die auf eine 10jährige Tradition weltweiter Interconnects mit EDIFACT Clearing Centers bauen kann, und Pentag, die sich mit Ihrem deutschen Partner die Software-Plattform teilt, sorgt lediglich PayNet für einen Lichtblick. Dort will man bis im 2. Quartal des nächsten Jahres mit der Deutschen Post zu Potte kommen. PayNet kommuniziert auch eine konkrete Strategie für die internationale Interoperabilität: wo kein geeigneter Partner existiert, wird von einem internen Team abgeklärt, ob direkte Anbindungen unter Berücksichtigung aller rechtlichen Aspekte (zB Pseudonyme in Zertifikaten, die hierzulande im Gegensatz zu anderen Ländern nicht erlaubt sind) möglich sind.

Die rechtliche Lage birgt in der Tat auch im Bereich der Interoperabilität noch einige Tücken. So kann es aus technischen Gründen sinnvoll erscheinen, den letzten Partner in der Übertragungskette mit der Signatur des übermittelten Dokuments zu betrauen. Dies bedeutet aber wiederum, dass eine Delegation der Signaturkompetenz unter Umständen nicht nur an den eigenen Service Provider, sondern auch den Service Provider des Rechnungsempfängers erfolgen müsste.

So kommen letztlich Beziehungen zustande, die auch unter dem finanziellen Gesichtspunkt nicht unbedingt gewünscht sind. Wie beim Mobiltelefon-Roaming soll es nämlich so sein, dass man nur vom eigenen Service Provider Rechnungen erhält und für die Nutzung der vernetzten Systeme eine Art "Roaming Charge" verrechnet wird.


Eine Pressemitteilung der FHBB zur Veranstaltung (inklusive der bereinigten Arbeitsdokumente) wird ca. Mitte Dezember erscheinen.
Die nächste Veranstaltung des SwissDIGIN-Forums ist für den 21.6.2006 geplant.

EBPP: Untersuchung bestätigt Henne-Ei-Problem

Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern hat einen Arbeitsbericht zur Entwicklung von EBPP in der Schweiz veröffentlicht.

Was alle wussten oder zumindest stark vermuteten, ist nun auch qualitativ empirisch bestätigt: EBPP krankt an einem Henne-Ei-Problem. Die Kunden warten auf mehr Rechnungssteller, und die Rechnungssteller wollen nur bei Consolidators aufspringen, die schon viele Kunden erschlossen haben.

Interessanterweise wird der Durchbruch im B2C erwartet bzw. erhofft. B2B birgt zwar mehr Nutzenpotential, aber liefert aber weniger Transaktionen.

via Netzwoche

SwissDIGIN-Forum: Veranstaltung am 30.11.2005

An der FHBB findet am 30.11.2005 die nächste Veranstaltung des SwissDIGIN-Forums statt.

Das heute erschienene Programm ist vielversprechend: Vertreter der Novartis und der Bâloise werden über ihre Erfahrungen bei der elektronischen Rechnungsverarbeitung berichten und ihre Anforderungen an die elektronische Rechnung darlegen. Daneben wird die ESTV die wesentlichsten Punkte der gesetzeskonformen Archivierung von elektronischen Rechnungen behandeln.

Programm und Anmeldung

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