Es funkt nicht so recht

(Bild: Metro Future Store)
Die Funktechnologie RFID hat es schwer im Schweizer Detailhandel. Barcodes werden noch jahrelang nicht verschwinden. Zu diesem Schluss kommt ein Artikel in der neuesten Netzwoche.
Grosse Player wie Denner und Jelmoli wollen keine Vorreiterrolle übernehmen, andere wie Loeb sogar ganz die Finger von RFID lassen. Coop ortete im Jahr 2003 keine Vorteile in der Prozessabwicklung, will die Nutzung von RFID aber nächstes Jahr nochmals evaluieren.
Migros und Manor testen immerhin gezielt Anwendungen in der Logistik. Bis RFID beim Konsumenten ankommt, wird es aber auch für diese Unternehmen noch mehrere Jahre dauern. Zunächst werden RFID-Tags die gängigen Strichcodes ergänzen, aber nicht ersetzen.
Die Privatsphäre der Konsumenten soll auf jeden Fall gewahrt werden. Jürg Bloch, CIO bei Manor, sagt es klar: "Manor legt grossen Wert darauf, dass der Kunde die Wahlfreiheit über den Einsatz von RFID behält".
Bis RFID flächendeckend eingesetzt werden kann, muss die Industrie zudem noch einige technische und wirtschaftliche Hürden überwinden. Heutige RFID-Tags sind rund 100 Mal zu teuer und lassen sich nicht zuverlässig genug auslesen. Es fehlt an Standards, und auch das Management der riesigen Datenmengen ist schwierig in den Griff zu bekommen.
Schliesslich hat eine neue Technologie nur dann Chancen, wenn sie sich auch rechnet. Jürg Bloch: "Damit sich der Einsatz von Smart Chips auch bei Billigprodukten lohnt, müssen die Kosten pro Etikett deutlich unter einem Rappen liegen."
Was uns erwartet, wenn es einmal so weit sein wird, zeigt das deutsche Handelsunternehmen Metro Group schon heute in seinem Future Store.
Welcome to a brave new shopping world!

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