Ueli Maurer verkauft jetzt auch Software

europa3000 lädt mich zum Event "Unternehmenserfolg im Spannungsfeld wirtschaftlicher Realitäten" ein. Der eDay2007 ist dem hochtrabenden Titel zum Trotz natürlich eine Verkaufsveranstaltung.

Immerhin tönen die Referate halbwegs spannend - bis auf eines. Kurz vor dem Business Lunch spricht Ueli Maurer von der SVP: "Welche Rahmenbedingungen muss die Politik für den KMU schaffen?".

Abgesehen davon, dass es "das" oder "die" KMU heissen müsste, wird der Vortrag sicher nicht mit dem ERP-System von europa3000 oder nur schon IT zu tun haben.

Ob sich hier wohl ein IT-Anbieter für politische Zwecke einspannen lässt?
Oder lehrt uns das etwas über die Gesinnung der europa3000-(Ziel-)Kunden?

ERP-Zukunft: CRM, Fertigungsplanung, Web

Die Computerwoche berichtet über eine Studie, deren Autoren bei 120 Unternehmen nachgefragt haben, wohin die Reise bei der ERP-Funktionalität geht. Die Spitzenreiter:

  • CRM
  • Fertigungsfeinplanung (APS: Advanced Planning & Scheduling)
  • Zugriff über's Web
  • Integration mit Office

Keine grosse Rolle spielen derzeit Mietlösungen und Software as a Service. Noch sind die Sicherheitsbedenken zu gross.

Zeichnen auf map.search.ch

Gestern habe ich map.search.ch ans Bein gepinkelt, heute bin ich schon wieder beeindruckt: die neue Funktion "Auf Karte zeichnen" ist Spitze.

(via Internet Briefing Blog)

Adobe bringt kostenlosen Online-Photoshop

Glaubt man TechCrunch und CNET, wird es spätestens in sechs Monaten eine Online-Version von Photoshop geben - gratis. Adobe will damit Einsteigern die teuren Standardprodukte schmackhaft machen, die es früher oder später auch aus der Steckdose geben soll.

topsoft 07 mit Top-Programm

Kaum zu glauben, was aus der Fachmesse topsoft geworden ist, seit sie vor über 10 Jahren erstmals durchgeführt wurde.

Auf die Besucher, die am 7. und 8. März nach Bern reisen, warten nicht nur 120 Aussteller, sondern auch interessante Referate. Der Mittwoch ist den Themen "ERP für KMU" und "Informationssicherheit" gewidmet, am Donnerstag geht es um Dokumentenmanagement und Archivierung.

Im RFID-Themenpark demonstrieren die Spezialisten von SwissT.net gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz an konkreten Anwendungen, wie Objekte berührungslos lokalisiert und identifiziert werden können.

Trotz dieses eindrücklichen Angebots ist der Eintritt zur topsoft weiterhin kostenlos. Neutrale Experten unterstützen die Besucher an verschiedenen Beratungsinseln oder führen sie persönlich durch die Messe - ebenfalls gratis!

Online brainstormen mit MindMeister

Mindmaps gemeinsam erstellen und bearbeiten, ganz ohne Flipchart und Filzstift - das verspricht MindMeister (via Web 2.0 Central).

Das Tool ist noch im private beta-Stadium - ohne Einladungscode ist nicht reinzukommen. Die Screenshots zeigen aber eine einfache, benutzerfreundliche Oberfläche.

Update:

Ich habe gerade eine Einladung zu MindMeister erhalten und ein bisschen damit herumgespielt. Das Tool ist sehr intuitiv und farbenfroh gestaltet. Super praktisch ist die Revision History, mit der alles, was geändert wurde, in Einzelschritten rückgängig zu machen ist. Mindmaps lassen sich als Text (RTF) oder Bild (JPG) exportieren.

Die MindMeister-Macher sollten aber noch an der graphischen Darstellung der Mindmaps arbeiten. Die Äste sind mir zu eckig und zu dünn. Neue Elemente werden nicht immer am richtigen Ort positioniert.

Auch ausprobieren?
Ich habe 20 Einladungen zum private beta von MindMeister zu vergeben (Anfrage bitte per Kommentar - die Email-Adresse bleibt unsichtbar).

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Google Apps Professional für 38 Euro pro Nutzer

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Google Apps Professional, die kostenpflichtige Version von Google Apps für Ihre Domain, kostet 38 Euro pro Nutzer und Jahr.

Mit der auf Unternehmen aller Grössen ausgerichteten Profi-Version kann jeder Nutzer 10GB Daten speichern - laut Google hundertmal soviel wie er im Durchschnitt benötigt. Wie erwartet gehört auch Google Docs&Spreadsheets zum Funktionsumfang des neuen Pakets.

Über das Google API kann die Lösung in die bestehende IT-Infrastruktur integriert werden, etwa für die Zugriffsberechtigung.

(via heise und TechCrunch)

Genotec Sharepoint 2007 Teamsite

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Als erster Schweizer ISP lanciert genotec die Collaboration-Lösung Sharepoint V3 von Microsoft. Über trigami wurde ich eingeladen, mir Genotec Sharepoint 2007 Teamsite etwas genauer anzuschauen. Erleichtert es Arbeitsgruppen in KMU tatsächlich die Arbeit?

Den Testzugang habe ich sehr schnell registriert. Statt eines Endlosformulars reichen - bravo! - ein paar Felder mit den absolut notwendigen Angaben. Subdomain und Domain kann ich frei wählen. Bereits wenige Sekunden später finde ich die Zugangsdaten in meiner Mailbox, zusammen mit einer kurzen Erklärung, wie der DNS zu konfigurieren ist. Eine weitere halbe Stunde später ist meine Testumgebung definitiv eröffnet, und es kann losgehen.

Sharepoint kann und will seine Herkunft nicht verleugnen. Das Look-and-Feel ist eindeutig Microsoft. Wer schon mit Exchange arbeitet, findet sich sofort zurecht. Hier eine Ankündigung veröffentlichen, da einen Termin erfassen, noch schnell einen Hyperlink auf die Homepage - alles kein Problem.

Hello - anybody out there?

Schwieriger wird es, als ich zusätzliche Benutzer eröffnen oder zumindest einladen möchte, um das Zusammenspiel im Team zu testen. Auf den ersten Blick geht das wie zB bei Google Docs einfach mit der Email-Adresse. Aber Sharepoint findet einfach "keine exakte Übereinstimmung" - gegen welches Directory wird hier wohl verglichen, und wo wird es gepflegt? Keine Chance - also teste ich als Einzelkämpfer weiter.

Forum 101

Solide, aber nicht überraschende Wertarbeit ist im Forum zu finden, das hier "Teamdiskussion" heisst. Neue Threads sind rasch eröffnet und können entweder "flach" (chronologisch) oder "mit Diskussionsfaden" dargestellt werden.

Dokumentenwirrwarr

Teams arbeiten oft gemeinsam an Dokumenten, am liebsten gleichzeitig. Sharepoint unterstützt Wiki-Bibliotheken, die diesbezüglich keine Wünsche offen lassen. Normale Word-Dokumente zu öffnen war schwieriger. Sowohl ein zuvor hinaufgeladenes wie auch ein neu erstelltes Dokument wurden in Word als Site-Template mit dem Titel "login.aspx" dargestellt.

Was heisst hier synchronisiert?

Kalender und Aufgaben verwaltet normalerweise jeder Benutzer selbst. Ein Collaboration-Tool sollte sich auf die Fahne schreiben, diese Daten zusammenzuführen und miteinander abzugleichen. Hier greift Sharepoint zu kurz: der gemeinsame Kalender kann lediglich als weiterer Kalender im eigenen Outlook angezeigt werden. Aufgaben können (sofern ich nicht etwas übersehen habe) gar nicht synchronisiert werden.

RSS und Emails

Sharepoint macht es dem Benutzer leicht, auf dem laufenden zu bleiben, auch ohne sich auf die Teamwebsite einzuloggen. In fast jeder Rubrik lassen sich RSS-Feeds und Email-Benachrichtigungen abonnieren. Gerade für verteilte oder unternehmensübergreifende Arbeitsgruppen eine tolle Sache.

Am Ende des Tages...

Für Einzelprojekte oder kleinere Arbeitsgruppen ist Sharepoint eine taugliche Lösung, wenn auch keine begeisternde. Teilaufgaben werden durch andere, sogar kostenlose Tools wie Google Docs besser gelöst. Die Collaboration-Funktionen sind nicht weltbewegend. Gerade bei der Synchronisierung hätte ich mehr erwartet. Wenn Google in einigen Wochen seine Apps for your Domain mit Docs&Spreadsheets zusammenbringt, wird Sharepoint einen sehr ernstzunehmenden Widersacher bekommen.

PDF-Dateien mit Word öffnen

deskPDF benutze ich schon lange als günstige Lösung, um aus allen möglichen Dateien per simplem Drag'n'Drop PDFs zu machen. 

Neu beherrscht der Hersteller Docudesk auch den Salto rückwärts: deskUNPDF konvertiert PDF-Dateien in ein Word-lesbares Format. So ist es ein Leichtes, Text oder Bilder aus PDFs zu übernehmen oder Korrekturen anzubringen.

deskUNPDF funktioniert erstaunlich gut. Verschiedene Einstellungen sorgen dafür, dass auch komplexere Dokumente originalgetreu umgewandelt werden. Lediglich mit den deutschen Umlauten hatte meine Testversion gelegentlich Mühe.

Eine Konversion kann von fast überall her gestartet werden: per Drag'n'Drop auf dem Desktop, im Datei-Menü von Word, im Kontextmenü des Explorers oder direkt in der Anwendung.

Für eine Einzelplatzlizenz verlangt Docudesk USD 39.95. Ein Schnäppchen, finde ich! Bei 100 Lizenzen sinkt der Preis auf USD 23 pro Arbeitsplatz. Inbegriffen sind alle neuen Versionen während eines Jahres. Gegen einen geringen Aufpreis gilt diese "Upgradeversicherung" für zwei oder drei Jahre.

mySAP ERP 2005 ist im Kommen

 
337 deutsche SAP-Kunden haben an der diesjährigen Frühjahrsumfrage der DSAG teilgenommen. Drei Viertel davon nutzen noch SAP R/3. Das neue SAP-Kernprodukt mySAP ERP 2005 legt aber kräftig zu.

Vor einem Jahr setzten gerade einmal drei Prozent der Anwender mySAP ERP 2005 ein. Dieser Anteil hat sich auf 15% verfünffacht.

Zwei von fünf Firmen, die noch SAP R/3 einsetzen, wollen ebenfalls auf die neue Software umsteigen. Die Hälfte davon treiben rein finanziellen Gründe: SAP hat den Wartungssatz für die älteren Produkte von 17% auf 19% der Lizenzkosten erhöht.

Boden gut gemacht hat - auch dank der Aufklärungsarbeit der DSAG - das Thema Enterprise SOA. Mittlerweile sind deutlich mehr Anwender der Ansicht, dass sich damit effizientere Geschäftsprozesse modellieren und in die Praxis umsetzen lassen.  Viele versprechen sich von SOA auch flexiblere IT-Infrastrukturen.

(via ERPmanager und Computerwoche)

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