20. Februar 2007
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
Als erster Schweizer ISP lanciert genotec die Collaboration-Lösung Sharepoint V3 von Microsoft. Über trigami wurde ich eingeladen, mir Genotec Sharepoint 2007 Teamsite etwas genauer anzuschauen. Erleichtert es Arbeitsgruppen in KMU tatsächlich die Arbeit?
Den Testzugang habe ich sehr schnell registriert. Statt eines Endlosformulars reichen - bravo! - ein paar Felder mit den absolut notwendigen Angaben. Subdomain und Domain kann ich frei wählen. Bereits wenige Sekunden später finde ich die Zugangsdaten in meiner Mailbox, zusammen mit einer kurzen Erklärung, wie der DNS zu konfigurieren ist. Eine weitere halbe Stunde später ist meine Testumgebung definitiv eröffnet, und es kann losgehen.
Sharepoint kann und will seine Herkunft nicht verleugnen. Das Look-and-Feel ist eindeutig Microsoft. Wer schon mit Exchange arbeitet, findet sich sofort zurecht. Hier eine Ankündigung veröffentlichen, da einen Termin erfassen, noch schnell einen Hyperlink auf die Homepage - alles kein Problem.
Hello - anybody out there?
Schwieriger wird es, als ich zusätzliche Benutzer eröffnen oder zumindest einladen möchte, um das Zusammenspiel im Team zu testen. Auf den ersten Blick geht das wie zB bei Google Docs einfach mit der Email-Adresse. Aber Sharepoint findet einfach "keine exakte Übereinstimmung" - gegen welches Directory wird hier wohl verglichen, und wo wird es gepflegt? Keine Chance - also teste ich als Einzelkämpfer weiter.
Forum 101
Solide, aber nicht überraschende Wertarbeit ist im Forum zu finden, das hier "Teamdiskussion" heisst. Neue Threads sind rasch eröffnet und können entweder "flach" (chronologisch) oder "mit Diskussionsfaden" dargestellt werden.
Dokumentenwirrwarr
Teams arbeiten oft gemeinsam an Dokumenten, am liebsten gleichzeitig. Sharepoint unterstützt Wiki-Bibliotheken, die diesbezüglich keine Wünsche offen lassen. Normale Word-Dokumente zu öffnen war schwieriger. Sowohl ein zuvor hinaufgeladenes wie auch ein neu erstelltes Dokument wurden in Word als Site-Template mit dem Titel "login.aspx" dargestellt.
Was heisst hier synchronisiert?
Kalender und Aufgaben verwaltet normalerweise jeder Benutzer selbst. Ein Collaboration-Tool sollte sich auf die Fahne schreiben, diese Daten zusammenzuführen und miteinander abzugleichen. Hier greift Sharepoint zu kurz: der gemeinsame Kalender kann lediglich als weiterer Kalender im eigenen Outlook angezeigt werden. Aufgaben können (sofern ich nicht etwas übersehen habe) gar nicht synchronisiert werden.
RSS und Emails
Sharepoint macht es dem Benutzer leicht, auf dem laufenden zu bleiben, auch ohne sich auf die Teamwebsite einzuloggen. In fast jeder Rubrik lassen sich RSS-Feeds und Email-Benachrichtigungen abonnieren. Gerade für verteilte oder unternehmensübergreifende Arbeitsgruppen eine tolle Sache.
Am Ende des Tages...
Für Einzelprojekte oder kleinere Arbeitsgruppen ist Sharepoint eine taugliche Lösung, wenn auch keine begeisternde. Teilaufgaben werden durch andere, sogar kostenlose Tools wie Google Docs besser gelöst. Die Collaboration-Funktionen sind nicht weltbewegend. Gerade bei der Synchronisierung hätte ich mehr erwartet. Wenn Google in einigen Wochen seine Apps for your Domain mit Docs&Spreadsheets zusammenbringt, wird Sharepoint einen sehr ernstzunehmenden Widersacher bekommen.