Second Life liegt in Europa

 

Laut einer Studie von comscore (via TechCrunch) bevölkern drei Mal mehr Europäer als Amerikaner die virtuelle Welt von Second Life.

Mit insgesamt knapp 1.3 Millionen unterscheidbaren Besuchern im März 2007 ist das digitale Parallel-Universum immer noch spärlich besiedelt. In dieser Zahl sind sogar Tagestouristen enthalten - Leute, die aus Neugier einen Account erstellen und dann genau einmal einloggen.

April, April auch in der Blogosphäre

Web 2.0 und die Blogosphäre boten gestern viel Futter für Aprilscherze. SearchEngineLand hat einige davon zusammengestellt.

Ich selbst bin spätabends auf den hier reingefallen, der allerdings nur für E-Procurement-Insider nachvollziehbar ist.

Wen hat's sonst noch erwischt?

Rechtsfragen bei Corporate Blogs

Der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft BVDW hat untersucht, auf welche juristischen Stolpersteine Verfasser und Betreiber von Corporate Blogs Acht geben müssen (via face2blog).

Wichtigstes Fazit:

In allen bisher bekannten Fällen geht es rechtlich um den Konflikt zwischen der verfassungsrechtlich garantierten Meinungs- und Pressefreiheit und dem ebenfalls verfassungsrechtlich gewährleisteten (Unternehmens-) Persönlichkeitsrecht.

(...)

Dabei stellt sich im Einzelfall die Frage, ob und in welchem Umfang der Betreiber derartiger Angebote (Plattformen) für die Beiträge der Nutzer zur Verantwortung gezogen werden kann. "Nach derzeitigem Stand der Rechtsprechung gilt die Faustregel, dass für Weblog-Anbieter nur bei einem konkreten Anlass eine spezielle Prüfungs- und Entfernungspflicht besteht"

Der PDF-Leitfaden zum Thema diskutiert vor allem aktuelle Urteile deutscher Gerichte. Die Ausgangslage in der Schweiz dürfte aber ähnlich sein.

Wofür ist Twitter gut?

Zehntausende von Leuten entdecken gerade Twitter. Und fragen sich bald, was es bringt, seine Freunde oder gleich die ganze Welt mit 140-Zeichen-Häppchen seines Lebens zu füttern. Darum geht es nämlich beim neuen Online-Dienst. Das Prinzip hat sogar schon einen Namen: Microblogging.

Sowohl der PR-Blogger wie auch der Webworkblogger haben herausgefunden, wie Twitter sinnvoll genutzt werden kann - nicht nur von den wie üblich verdächtigen Geeks und Teenies. Für die ersten Schritte gibt es ein gutes Handbuch.

Ich bin noch am Überlegen, ob ich auch ein bisschen herumexperimentieren soll. Einen Account habe ich immerhin schon.

ETH-Ringvorlesung schaut in die Internet-Zukunft

Die Ringvorlesung Informationsmanagement an der ETH Zürich widmet sich im Sommersemester 2007 dem Internet der Zukunft. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.

Jeweils am Montag Abend diskutieren Referenten aus Forschung und Industrie, was uns im Netz von morgen bewegen wird. Die Vortragsthemen reichen von Semantic Web über RFID bis zur digitalen Musik.

Blogcamp Switzerland: Nur noch wenige Plätze

Das Blogcamp Switzerland von kommenden Samstag an der ETH scheint ein Erfolg zu werden: von den 200 verfügbaren Plätzen sind gerade noch 13 frei. 18 Teilnehmer haben sich für eine Präsentation eingetragen.

Nun versuchen die Organisatoren noch, Bundesrat Moritz Leuenberger - seit dieser Woche ebenfalls Blogger - nach Zürich zu bringen.

Eine Second Life-Filiale auch für Ihre Firma?

 

Fast täglich ist von Firmen, Organisationen und Medien zu lesen, die den Schritt in die virtuelle Welt Second Life wagen. Über 3 Millionen Nutzer haben ein alter ego in diesem Paralleluniversum, davon sprechen gut 10% Deutsch.

Wo liegen die Marketing-Chancen einer Präsenz in Second Life? Welche Ideen versprechen am meisten Erfolg? Auskunft dazu gibt ein kostenloses Whitepaper von Pixelpark.

Ebenfalls sehr hilfreich ist diese kritische Würdigung von Second Life bei Internet Briefing, von wo aus einige interessante Links weiterführen.

Bezahltes Bloggen für einen guten Zweck?

Bei Meinungs-Marktplatz trigami ist eine Kampagne für das Hilfswerk JAM Schweiz angelaufen. Ich wurde eingeladen, eine Rezension zu schreiben. Obwohl ich die Idee von trigami toll finde und auch schon für einen Produktreview bezahlt wurde, mochte ich dieses Mal nicht mittun.

trigami wagt sich mit dieser Aktion auf sehr dünnes Eis, wie ich finde. Auch wenn es nur 10 Franken sind und ich diese auch gleich wieder zurückspenden kann: ein Hilfswerk empfehle ich aus Bauch und Herz heraus - und auf jeden Fall 100% persönlich.

Matthias Tobler von JAM erliegt einem Trugschluss, wenn er meint, bezahlte Rezensionen seien wie die Mund-zu-Mund-Propaganda unter Freuden und Bekannten, die sich offline als besonders spendenwirksam erweist. Und wenn es nur darum geht, JAM bekannt zu machen, ist trigami nicht der richtige Kanal - dann ist (Online-)Werbung gefragt.

Schon bei ersten Rezension ist noch eine andere Gefahr ans Licht gekommen: Hilfswerke sind nicht einfach Firmen, sondern Organisationen, die sich nahe an Politik und Religion bewegen. Sollte da tatsächlich kein reiner Wein eingeschenkt worden sein, könnte der Schuss nicht nur für JAM Schweiz und trigami, sondern auch für gutgläubige Blogger nach hinten losgehen.

(Mir fällt gerade auf, dass dieser Beitrag wohl auch als bezahlte Rezension durchgegangen wäre. Aber wie gesagt, ich habe hier aufs Sponsoring ausdrücklich verzichtet.)

Update: Matthias Tobler hat inzwischen klar gemacht, wie JAM (Joint Aid Management) und JAM (Jesus Alive Ministries) verknüpft sind oder zumindest waren. Warum nicht gleich?

Update [14.3.2007 0745]: Und der Schuss scheint wirklich nach hinten loszugehen.

Update [14.3.2007 1520]: Remo Uherek von Trigami nimmt Stellung zur Geschichte:
Von Hilfswerken und Transparenz (und mein Kommentar dazu)

Google Maps mit mehr Details der Schweiz

Auf Google Maps glichen weite Teile der Schweiz bis anhin einem Tüpflimuster im Trompe l'oeil-Stil. Damit ist Schluss: das ganze Land ist ab sofort hochauflösend abgebildet.
(via Netzticker)

Die Qualität der Satellitenbilder ist beeindruckend. Bei Google kann ich in meinem Garten schon fast die Rosen zählen:

map.search.ch fällt da ganz schön ab und zeigt bei gleicher Bildgrösse mit maximalem Zoom fast das ganze Dorf:

Highrise: Web 2.0 meets CRM

Die Web 2.0-Wundertüte 37signals hat uns mit Tools wie Basecamp und Backpack schon vorgemacht, wie benutzerfreundliche und praktische Web-Anwendungen aussehen sollten.

Nun kommt offenbar der nächste Geniestreich: ein Kontaktmanager, den mehrere User gemeinsam nutzen können und der weit mehr bietet als ein simples Adressbuch.
Glaubt man dem Preview, wird Highrise fast schon ein kleines CRM-Tool sein.

(via Web Worker Daily

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